Man nehme: Besuch aus Deutschland, herrliches Frühsommerwetter, Kamera, Hund und etwas Verpflegung – fertig ist das Rezept für eine gelungene Übernachtungstour mit Wildnischarakter! Im letzten Jahr habe ich gelernt, dass es nicht immer die hohen Berge sein müssen, in denen ich Mini-Auszeiten verbringe. Oftmals reicht schon ein Naturreservat um die Ecke – zum Beispiel Serri.

Der große Vorteil gegenüber vieler anderer Naturschutzgebiete in der Umgebung: Hier gibt es Wege und sogar (tadaaaaa!) Toiletten. Bevor zu hohe Erwartungen entstehen: Natürlich handelt es sich um die im Volksmund bekannten „Plumpsklos“, etwas anderes wäre auch reichlich deplatziert. Doch schon diese im Vergleich zu „irgendwo im Wald“ vorhandenen Annehmlichkeiten machen Serri zu dem perfekten Ausflugsziel für alle Naturliebhaber.

Der Sommer kommt in großen Schritten

Margit und ich gehen es ruhig an: Erst wird das Zelt an einem der Gåsmyrtjärnarna aufgebaut, dann geht es mit leichtem Gepäck auf Wanderschaft zum Tjädervintjärnen. Wir gehen auf Bohlenwegen, klettern über umgestürzte Bäume und saugen den betörenden Luft des Waldes in uns auf. Wie unglaublich schön es hier ist! Kein Verkehr, keine Menschen – nur wir beide und eine erfreute Husky-Dame.

Abendlicht über dem See

Am Abend heißen uns doch ein paar Mücken willkommen, und wir ziehen uns ins Zelt zurück. Als motivierte Wandersleute erkunden wir am nächsten Morgen gleich noch das Naturreservat gegenüber: Hästkullen. Die versprochene Aussicht haben wir zwar nicht gefunden, dafür gab es eine sagenhaft schöne Wanderung durch einen lichten Wald mit verwunschenen und knorrigen, alten Bäumen – auf jeden Fall einen Besuch wert!

Informationen zum Serri Naturreservat auf Englisch zum Download: https://www.lansstyrelsen.se/download/18.1dfa69ad1630328ad7c1c7ad/1526067825158/Serri_eng_120605_webb.pdf

Dreizehenspecht

Mein Fazit:

  • Das Hilleberg Allak ist gerade eben groß genug für zwei Personen und einen nicht zu großen Hund.
  • Anfang Juni ist eine herrliche Zeit im Serri!
  • Ich habe zum ersten Mal einen Dreizehenspecht gesehen.
  • Das erste Mal Baden der Saison – temperaturmäßig eine echte Herausforderung 😉
Eine Husky-Dame möchte ausschlafen
Ein Weg in die Wildnis
Autor

Ich bin Andrea – eine Frostbeule, die nach Nordschweden an den Polarkreis ausgewandert ist. Ich liebe Aktivitäten in der Natur, Entschleunigung und jeden Moment in dieser einmaligen Region. Good bye, Standard-Büroleben – hallo Mitternachtssonne und Nordlichter!

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